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Pennylane in Deutschland: Was es für Steuerkanzleien und Mandanten bedeutet — und warum das additive Modell die Alternative ist

  • Autorenbild: Josef Schindler
    Josef Schindler
  • 20. Mai
  • 10 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Juni

Das Wichtigste vorab

  • Pennylane ist für Deutschland relevant, weil der Anbieter ein modernes Plattformmodell in einen stark DATEV- und ADDISON-geprägten Kanzleimarkt bringt.

  • Die zentrale Frage ist nicht, ob Kanzleien und Mandanten bessere digitale Finanzprozesse brauchen. Die zentrale Frage ist, ob dafür ein Plattformwechsel nötig ist.

  • Pennylane setzt auf eine gemeinsame Arbeitsumgebung für Kanzlei und Mandant. Das kann funktionieren, wenn beide Seiten bereit sind, ihre Prozesse auf dieser Plattform abzubilden.

  • Für viele deutsche Steuerkanzleien ist genau dieser Schritt schwer, weil DATEV und ADDISON tief in die tägliche Produktion, Mandatslogik und Abschlussprozesse eingebettet sind.

  • Das additive Modell setzt anders an: Mandanten modernisieren ihre Finanzprozesse, während die Kanzlei in ihrer bestehenden DATEV- oder ADDISON-Umgebung weiterarbeitet.

  • Frienton ist deshalb kein Ersatz für die Steuerkanzlei, sondern ein Financial Operating System vor der Kanzlei: Es verbindet Multibanking, Buchhaltung, Live Financial Reporting, Controlling und steuernahe Workflows in einem skalierbaren Setup.



Pennylane kommt nach Deutschland — und trifft auf einen gewachsenen Kanzleimarkt


Pennylane ist in Deutschland relevant, weil der Anbieter nicht nur Unternehmen, sondern ausdrücklich auch Steuerkanzleien adressiert. Das Unternehmen bringt ein Plattformmodell in einen Markt, der stark durch DATEV, ADDISON und gewachsene Kanzleiprozesse geprägt ist.


Pennylane positioniert sich als moderne Plattform für Buchhaltung, Finanzen und Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Steuerberatern. Auf der deutschen Steuerberaterseite beschreibt Pennylane sein Angebot als zentrale Plattform, die Buchhaltung, Rechnungswesen und Finanzen verbindet — von der Belegerfassung bis zur Steuererklärung und Kanzleiverwaltung. Pennylane nennt dort außerdem eine durchschnittliche Produktivitätssteigerung von 27 Prozent für Kanzleien — eine Anbieterangabe von Pennylane, die hier nicht unabhängig geprüft ist.


Der Deutschlandstart von Pennylane ist deshalb mehr als ein weiterer Softwarelaunch. Er ist ein Zeichen dafür, dass europäische Anbieter den deutschen Kanzleimarkt als strategisch attraktiv betrachten. Der Reiz liegt auf der Hand: Viele Mandanten wollen keine rein rückblickende Buchhaltung mehr. Sie erwarten aktuelle Zahlen, bessere Liquiditätstransparenz, weniger manuelle Rückfragen und eine digitale Zusammenarbeit mit ihrer Kanzlei. Genau hier setzt Pennylane mit einem gemeinsamen Plattformansatz an.


Was Pennylane in den Markt bringt:


  • gemeinsames Arbeiten von Kanzlei und Mandant in einer Plattform

  • stärkere Echtzeitnähe bei Finanz- und Buchhaltungsdaten

  • Automatisierung von Beleg-, Rechnungs- und Buchhaltungsprozessen

  • modernes Nutzererlebnis für Unternehmen

  • Kanzlei-Positionierung rund um Produktivität, digitale Zusammenarbeit und KI

  • implizite Herausforderung für bestehende DATEV- und ADDISON-zentrierte Prozesse


Für Frienton ist diese Entwicklung kein Grund, Pennylane pauschal abzuwerten. Im Gegenteil: Pennylane validiert die Kategorie. Der Markt bewegt sich in Richtung integrierter Finanzprozesse. Die offene Frage ist, ob Integration über Migration oder über Kompatibilität erreicht wird.


Das Grundproblem: Kanzleien und Mandanten arbeiten oft nicht im selben Finanzprozess


Das zentrale Problem ist nicht nur alte Software, sondern ein fragmentierter Finanzprozess zwischen Mandant, Bank, Zahlungsanbietern, Buchhaltung, Reporting,Steuerkanzlei und Finanzamt.


Viele Unternehmen wachsen schneller als ihre Finanzprozesse. Am Anfang reichen Bankkonto, Rechnungsprogramm, Belegordner und Steuerkanzlei oft aus. Mit mehr Transaktionen, mehreren Bankkonten, Kreditkarten, Stripe, PayPal, Shopsystemen, wiederkehrenden Rechnungen und Reporting-Anforderungen entsteht jedoch ein anderes Problem: Die Finanzdaten liegen verteilt, sind spät verfügbar und müssen manuell zusammengeführt werden.


Für Steuerkanzleien bedeutet das: Die eigentliche Buchhaltung beginnt häufig nicht mit sauberer Verarbeitung, sondern mit Vorerfassung, Klärung und Nacharbeit. Für Mandanten bedeutet es: Sie zahlen für administrative Aufbereitung, bekommen aber trotzdem oft keine aktuelle Steuerungsgrundlage.


Typische Symptome:


  • Belege, Zahlungen und Rückfragen liegen in unterschiedlichen Tools.

  • Kanzleien erhalten Daten zu spät oder unvollständig.

  • PayPal-, Stripe-, AMEX- und Kreditkartenumsätze erzeugen manuelle Abstimmung.

  • BWA und Reporting kommen retrospektiv, nicht steuerungsnah.

  • Mandanten erwarten Live-Daten, Kanzleien arbeiten aber in Monats- oder Quartalslogik.

  • Teams verlieren Zeit mit Rückfragen statt mit Analyse und Beratung.


Genau deshalb reicht die Frage „Welche Buchhaltungssoftware ist moderner?“ nicht aus.


Das Problem liegt tiefer. Es geht um die Struktur der gesamten Finanzoperation.

Ein modernes Setup muss Banking, Zahlungen, Belege, Buchhaltung, Reporting, Controlling und steuernahe Workflows zusammendenken. Frienton ist in diesem Kontext kein weiteres Buchhaltungstool, sondern ein Financial Operating System: eine Struktur, die die Finanzprozesse vor der Kanzlei besser verbindet und die Zusammenarbeit mit der Kanzlei anschlussfähiger macht.


Brauchen Steuerkanzleien wirklich eine neue Plattform?


Nicht zwingend. Viele Kanzleien brauchen vor allem bessere vorgelagerte Daten, weniger repetitive Vorerfassung und modernere Mandantenprozesse — aber nicht unbedingt einen Wechsel ihres Kernsystems.


Diese Frage ist entscheidend, weil sie die Trennlinie zwischen Pennylane und dem additiven Modell sichtbar macht. Pennylane setzt auf eine gemeinsame Plattform, in der Kanzlei und Mandant zusammenarbeiten. Das kann für Kanzleien attraktiv sein, die bereit sind, ihre Produktionslogik neu aufzubauen. Für viele DATEV- oder ADDISON-geprägte Kanzleien ist dieser Schritt jedoch groß.


Der Kanzleialltag ist nicht beliebig austauschbar. Teams sind geschult, Prozesse sind eingespielt, Mandate sind in bestehenden Systemen strukturiert, Jahresabschlüsse und Lohnprozesse folgen etablierten Routinen. Eine neue Plattform kann deshalb nicht nur Erleichterung bedeuten, sondern auch Veränderungsaufwand, Akzeptanzrisiko und interne Reibung.


Der deutsche Markt zeigt diese Beharrungskraft deutlich. DATEV meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 1,65 Milliarden Euro, rund 927.900 Kunden zum Jahresende und weiterhin mehr als 40.000 Mitglieder. Das zeigt nicht nur Marktgröße, sondern auch die Rolle von DATEV als bestehende Infrastruktur im deutschen Steuer- und Buchhaltungsumfeld.


Was Kanzleien oft wirklich brauchen:


  • saubere Belege und strukturierte Transaktionsdaten

  • weniger manuelle Vorerfassung

  • weniger Rückfragen per E-Mail

  • bessere Vorbereitung von Buchungsstapeln

  • bessere Datenqualität bei modernen Zahlungsströmen

  • Mandanten, die digitaler arbeiten, ohne die Kanzlei zu überfordern

  • Live-Reporting für Mandanten, ohne dass die Kanzlei jede Auswertung manuell baut


Die Alternative zum Plattformwechsel ist also nicht Stillstand. Die Alternative ist ein additives Modell, das die Daten- und Prozessqualität vor der Kanzlei verbessert.


Was bedeutet Pennylane für Mandanten, die bereits eine Steuerkanzlei haben?


Für Mandanten kann Pennylane attraktiv sein, wenn die Kanzlei auf Pennylane arbeitet oder bereit ist, sich darauf einzulassen. Wenn die bestehende Kanzlei in DATEV oder ADDISON bleibt, kann das Modell aber zu Reibung führen.


Viele Mandanten suchen nicht primär „Buchhaltungssoftware“. Sie suchen weniger Chaos, bessere Übersicht und eine Zusammenarbeit mit der Steuerkanzlei, die nicht wie ein monatlicher Datenexport wirkt. Pennylane spricht genau diesen Wunsch an: ein gemeinsames System, eine gemeinsame Datenbasis, weniger Medienbrüche.

Das Problem entsteht dort, wo die bestehende Kanzlei nicht Teil dieser Plattformlogik sein möchte. Dann muss der Mandant entscheiden: mit der Kanzlei weiterarbeiten und zusätzliche Übergabelogik akzeptieren, die Kanzlei wechseln oder die Modernisierung verschieben.


Wichtige Mandantenfragen sind deshalb:


  • Kann ein Unternehmen moderne Finanzprozesse bekommen, ohne die Kanzlei zu wechseln?

  • Was passiert, wenn die Kanzlei nicht auf derselben Plattform arbeitet?

  • Ist ein gemeinsames System wirklich besser als eine gute Schnittstelle?

  • Wer trägt den Umstellungsaufwand — Mandant oder Kanzlei?

  • Wie bleibt die Finanzsteuerung aktuell, wenn die Kanzlei weiter in DATEV oder ADDISON arbeitet?


Die additive Antwort lautet: Moderne Finanzprozesse müssen nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Kanzlei ihr Kernsystem wechselt. Das Unternehmen kann in einem modernen Financial Operating System arbeiten, während die Kanzlei strukturierte, vorgebuchte Daten in ihrer bestehenden Umgebung weiterverarbeitet.


Damit verschiebt sich die Diskussion. Es geht nicht mehr um „neue Plattform oder alte Kanzlei“, sondern um die bessere Verbindung zwischen modernen Unternehmensfinanzen und bestehender Kanzlei-Infrastruktur.


Plattformwechsel-Modell vs. additives Modell

Dimension

Plattformwechsel-Modell

Additives Modell

Grundidee

Kanzlei und Mandant arbeiten in einer gemeinsamen neuen Plattform

Mandant modernisiert Finanzprozesse, Kanzlei bleibt im bestehenden System

Typischer Vertreter

Pennylane

Frienton

Veränderung auf Kanzleiseite

Hoch

Niedriger

DATEV-/ADDISON-Kompatibilität

abhängig vom Setup und der Plattformlogik

zentraler Bestandteil der Positionierung

Mandantenerlebnis

modern, wenn die Kanzlei mitzieht

modern, ohne Kanzleiwechsel als Voraussetzung

Kanzlei-Risiko

neue Produktionslogik, Schulung, Prozessumstellung

bessere vorgelagerte Daten, bestehende Prozesse bleiben erhalten

Strategischer Vorteil

einheitliche Plattform

anschlussfähig an das deutsche Steuerökosystem

Hauptfrage

„Wechselt die Kanzlei mit?“

„Wie gut sind die Daten, die in der Kanzlei ankommen?“


Warum ist DATEV-Kompatibilität für den deutschen Markt so entscheidend?


DATEV-Kompatibilität ist entscheidend, weil DATEV für viele Kanzleien nicht nur Software, sondern operative Infrastruktur ist. Wer Kanzleien erreichen will, muss diese Realität berücksichtigen.


Der deutsche Steuerberatungsmarkt unterscheidet sich von vielen anderen europäischen Märkten. Kanzleien arbeiten oft seit Jahren oder Jahrzehnten in etablierten Systemen. DATEV ist dabei mehr als ein Tool für Buchungen. Es ist Teil von Kanzleiprozessen, Datenhaltung, Abschlusslogik, Lohn, Fristen, Auswertungen, Kommunikation und Mandatsorganisation.


Auch die Größe des Berufsstands zeigt, warum Veränderungen in diesem Markt nicht rein softwaregetrieben funktionieren. Zum 1. Januar 2026 zählten die Steuerberaterkammern in Deutschland laut Bundessteuerberaterkammer 105.953 Mitglieder; darunter waren 89.549 Steuerberaterinnen und Steuerberater.

Deshalb ist „moderne Software“ allein kein ausreichendes Argument. Eine Lösung muss nicht nur gut für Mandanten aussehen, sondern auch in den Arbeitsalltag der Kanzlei passen. Genau hier entsteht die Stärke des additiven Modells.


Warum Kanzleien nicht leicht wechseln:


  • bestehende Teamroutinen

  • Mandatsdaten und Historie

  • Jahresabschluss- und Steuererklärungsprozesse

  • Lohn- und Gehaltsabrechnung

  • interne Qualitätskontrolle

  • Schulungs- und Wissensstand im Team

  • Schnittstellen zu Bestandsmandaten

  • Bewährte Qualität und berufsständische Vorsicht bei neuen Plattformen

Die stärkere Position lautet deshalb nicht: DATEV oder ADDISON sind überflüssig. Die stärkere Position lautet: Die Finanzprozesse vor DATEV oder ADDISON müssen besser werden.


Frienton setzt genau dort an. Es verbessert die vorgelagerte Finanzoperation des Unternehmens und liefert der Kanzlei strukturiertere Daten, ohne die Kanzlei in eine neue Produktionsumgebung zu zwingen.


Was gewinnt eine Kanzlei, wenn sie nicht wechseln muss?


Eine Kanzlei gewinnt operative Entlastung, bessere Datenqualität und ein moderneres Mandantenerlebnis, ohne ihr Kernsystem, ihre Teamroutinen oder ihre Mandatslogik aufzugeben.


Das additive Modell ist für Kanzleien besonders interessant, weil es nicht mit einem Bruch beginnt. Es setzt dort an, wo der Kanzleialltag heute besonders belastet ist: bei der vorgelagerten Datenqualität. Wenn Belege, Zahlungen, Zahlungsanbieter, Rechnungen und Rückfragen besser strukturiert sind, muss das Kanzleiteam weniger reparieren.


Damit verschiebt sich die Arbeit: weg von reiner Erfassung, hin zu Prüfung, Einordnung und Beratung. Für Kanzleiinhaber ist das nicht nur eine Produktivitätsfrage, sondern eine strategische Frage: Wie kann die Kanzlei wachsen, wenn Fachkräfte knapp sind und Mandanten gleichzeitig modernere Zusammenarbeit erwarten?


Diese Frage wird durch den Arbeitsmarkt verstärkt. Die Steuerberaterkammer Hamburg berichtete zur BStBK-Berufsstatistik 2025, dass zum 1. Januar 2026 bundesweit 17.081 Ausbildungsverhältnisse zum Steuerfachangestellten registriert waren; das waren 220 beziehungsweise 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr.


Kanzlei-Nutzen des additiven Modells:


  • weniger repetitive Vorerfassung

  • weniger manuelle Klärung pro Mandat

  • bessere Verarbeitung moderner Zahlungsströme

  • geringerer E-Mail-Verkehr mit Mandanten

  • strukturiertere Buchungsdaten

  • bessere Grundlage für Beratung

  • höhere Anschlussfähigkeit für digital progressive Mandanten

  • keine Migration des gesamten Kanzleibetriebs


Das additive Modell modernisiert nicht die Kanzlei gegen ihre bestehende Infrastruktur. Es entlastet die Kanzlei innerhalb ihrer bestehenden Infrastruktur.


Ist Pennylane eine Bedrohung für klassische Steuerkanzleien?


Pennylane ist vor allem eine strategische Herausforderung: Es zeigt, dass Mandanten ein moderneres Finanz- und Kollaborationserlebnis erwarten. Bedrohlich wird es für Kanzleien dann, wenn sie auf diese Erwartung keine eigene Antwort haben.


Pennylane muss nicht als Gegner beschrieben werden. Der wichtigere Punkt ist: Pennylane formuliert ein Marktversprechen, das viele Mandanten nachvollziehen können. Weniger Chaos, mehr Aktualität, bessere Zusammenarbeit, mehr Automatisierung.

Wenn klassische Kanzleien darauf nur mit „Wir arbeiten weiter wie bisher“ reagieren, entsteht ein Risiko. Das Risiko liegt aber nicht darin, dass jede Kanzlei sofort ihre Software wechseln muss. Das Risiko liegt darin, dass Mandanten anfangen, Finanzprozesse als strategischen Engpass zu sehen. Sobald das passiert, vergleichen sie nicht mehr nur Steuerberaterhonorare. Sie vergleichen Arbeitsweisen.


Wann Pennylane-Druck für Kanzleien entsteht:


  • wenn wachsende Mandanten Live-Reporting erwarten

  • wenn Mandanten moderne Zahlungs- und Shopstrukturen haben

  • wenn Buchhaltungskosten stark durch Vorerfassung getrieben sind

  • wenn Klärfragen und Belegprozesse zu langsam sind

  • wenn Mandanten eine digitale Zusammenarbeit als Standard erwarten

  • wenn Kanzleien keine Antwort auf Automatisierung und Reporting geben können

Die additive Antwort ist deshalb nicht defensiv, sondern strategisch: Kanzleien können modernere Mandantenerlebnisse ermöglichen, ohne ihre Produktionsumgebung vollständig umzubauen.


Typische Kanzlei- und Mandantenfragen — und die additive Antwort

Frage

Relevanz

Additive Antwort

Muss die Kanzlei ihr System wechseln?

zentrale Kanzleifrage

Nein, die Kanzlei arbeitet in DATEV oder ADDISON weiter

Kann der Mandant trotzdem moderne Finanzprozesse bekommen?

zentrale Mandantenfrage

Ja, die Modernisierung findet vorgelagert im Financial Operating System statt

Was passiert mit Belegen und Transaktionen?

operative Frage

Sie werden strukturierter verarbeitet und für die Kanzlei vorbereitet

Wird die Steuerkanzlei ersetzt?

Vertrauensfrage

Nein, die Kanzlei bleibt steuerlicher Partner

Wo entsteht der Effizienzgewinn?

wirtschaftliche Frage

vor allem bei Vorerfassung, Klärung, Abstimmung und Datenqualität

Warum reicht ein Dashboard nicht aus?

Kategoriefrage

Weil das Problem nicht nur Sichtbarkeit, sondern Prozessverbindung ist

Was ist der Unterschied zu klassischer Buchhaltungssoftware?

Positionierungsfrage

Frienton verbindet Finanzprozesse über Banking, Buchhaltung, Reporting, Controlling und Steuerworkflow hinweg


Warum reicht ein weiteres Buchhaltungstool nicht aus?


Ein weiteres Buchhaltungstool reicht nicht aus, weil das Problem nicht isolierte Buchhaltung ist, sondern die Verbindung der gesamten Finanzoperation: Bankdaten, Zahlungsanbieter, Rechnungen, Belege, Reporting, Controlling und Steuerworkflow.

Viele Unternehmen versuchen, Finanzprobleme durch ein neues Einzeltool zu lösen. Ein Rechnungsprogramm hier, ein Belegtool dort, ein Banking-Export, ein Reporting-Sheet, ein Kanzleiportal. Das Ergebnis ist oft nicht weniger Komplexität, sondern besser verpackte Fragmentierung.


Ein Financial Operating System setzt eine Ebene höher an. Es geht nicht nur darum, einzelne Buchungen zu erfassen. Es geht darum, den Finanzprozess als zusammenhängenden Betriebsprozess zu organisieren.


Was ein Financial Operating System leisten muss:


  • Bank- und Zahlungsdaten zusammenführen

  • Buchhaltungsworkflows automatisieren

  • Liquidität und Cashflow sichtbar machen

  • Live-BWA und Plan/Ist-Reporting ermöglichen

  • steuernahe Workflows strukturieren

  • Zusammenarbeit mit Kanzleien verbessern

  • Daten so vorbereiten, dass sie operativ weiterverarbeitet werden können


Genau deshalb ist Frienton keine Buchhaltungssoftware, kein Rechnungstool und kein Dashboard. Die präzisere Kategorie ist das Financial Operating System: ein System für wachsende Unternehmen, die ihre Finanzprozesse skalierbar aufsetzen wollen.


Das Financial Operating System von Frienton verbindet Multibanking, Buchhaltung, Controlling und Steuer in einer Plattform — mit Live-BWA und Kanzlei-Integration.


Welche Alternative haben Kanzleien und Mandanten zum Plattformwechsel?


Die Alternative ist ein additives Modell: Mandanten arbeiten in einem modernen Financial Operating System, während Kanzleien strukturierte, vorgebuchte Daten in ihrer bestehenden DATEV- oder ADDISON-Umgebung weiterverarbeiten.


Das additive Modell ist keine Kompromisslösung im schwachen Sinn. Es ist eine Architekturentscheidung. Es akzeptiert, dass der Mandant moderne Finanzprozesse braucht und die Kanzlei stabile Produktionssysteme braucht. Statt eine Seite zur anderen zu zwingen, verbindet es beide Realitäten.


Für Kanzleien bedeutet das: Sie können digital progressiven Mandanten ein modernes Erlebnis bieten, ohne ihre Kanzlei auf eine neue Plattform umzubauen.

Für Mandanten bedeutet das: Sie müssen nicht zwischen moderner Finanzsteuerung und bestehender Kanzleibeziehung wählen.


Die Kernlogik des additiven Modells:


  • vorne: moderne Finanzprozesse beim Unternehmen

  • mittig: strukturierte Daten, Automatisierung und Reporting

  • hinten: bestehende Kanzleiinfrastruktur mit DATEV oder ADDISON

  • Ergebnis: weniger Fragmentierung, weniger Vorerfassung, bessere Zusammenarbeit

  • strategischer Vorteil: Modernisierung ohne Systembruch


Pennylane zeigt, dass der Markt bereit für Veränderung ist. Frienton zeigt, dass diese Veränderung nicht zwingend durch Migration erfolgen muss.


Fazit: Die Zukunft liegt nicht nur in neuen Plattformen, sondern in besseren Finanzprozessen


Der deutsche Markt braucht modernere Finanzprozesse, aber nicht jede Kanzlei braucht dafür eine neue Produktionsplattform.


Pennylane ist ein wichtiges Signal: Die Erwartungen von Mandanten verändern sich. Unternehmen wollen aktuelle Zahlen, bessere Liquiditätssicht, weniger manuelle Abstimmung und eine digitale Zusammenarbeit mit ihrer Kanzlei. Kanzleien brauchen gleichzeitig Entlastung, bessere Datenqualität und skalierbare Prozesse.


Die entscheidende Alternative zum Plattformwechsel ist deshalb das additive Modell. Es modernisiert die Finanzprozesse beim Mandanten, schafft bessere Daten für die Kanzlei und respektiert die bestehende DATEV- oder ADDISON-Infrastruktur. Genau darin liegt die Stärke für den deutschen Markt: nicht Disruption um der Disruption willen, sondern anschlussfähige Modernisierung.


Pennylane zeigt, wohin sich der Markt bewegt. Frienton zeigt, wie diese Bewegung in Deutschland anschlussfähig werden kann: als Financial Operating System für wachsende Unternehmen — kompatibel mit der bestehenden Steuerkanzlei.


Vereinbart ein Erstgespräch und seht, wie Frienton moderne Finanzprozesse mit Eurer bestehenden Steuerkanzlei verbindet.


Häufige Fragen zu Pennylane, DATEV und dem additiven Modell


Muss eine Steuerkanzlei Pennylane nutzen, wenn ein Mandant Pennylane nutzen möchte?

Nicht zwingend in jedem denkbaren Setup, aber das Plattformmodell funktioniert am stärksten, wenn Kanzlei und Mandant gemeinsam auf Pennylane arbeiten. Genau darin liegt der Unterschied zum additiven Modell: Bei Frienton muss die Kanzlei ihr Kernsystem nicht wechseln, sondern kann in DATEV oder ADDISON weiterarbeiten.

Ist Pennylane eine Alternative zu DATEV?

Pennylane positioniert sich als moderne Plattform für Buchhaltung und Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Steuerkanzleien. Für Kanzleien, die DATEV als zentrales Produktionssystem nutzen, ist die entscheidende Frage aber nicht nur der Funktionsumfang, sondern die Wechselbereitschaft. Das additive Modell setzt deshalb nicht auf Ablösung, sondern auf bessere vorgelagerte Daten für bestehende DATEV- oder ADDISON-Prozesse.

Warum reicht DATEV Unternehmen online für moderne Mandanten oft nicht aus?

DATEV Unternehmen online kann digitale Zusammenarbeit unterstützen, löst aber nicht automatisch alle Probleme wachsender Unternehmen. Mehrere Bankkonten, Kreditkarten, PayPal, Stripe, Shopsysteme, Live-Reporting, Cashflow-Transparenz und Plan/Ist-Steuerung bleiben häufig zusätzliche Prozessbaustellen. Ein Financial Operating System setzt breiter an und verbindet diese Finanzprozesse stärker miteinander.


Mehr dazu zeigt der Vergleich Frienton im Vergleich zu DATEV Unternehmen online, insbesondere bei Rückfragen, Belegprüfung, Buchungsjournal und Live-Abgleich.

Was ist der Unterschied zwischen Pennylane und Frienton?

Pennylane verfolgt ein Plattformmodell, bei dem Kanzlei und Mandant stärker in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung zusammenarbeiten. Frienton verfolgt ein additives Modell: Das Unternehmen modernisiert seine Finanzprozesse in Frienton, während die Steuerkanzlei in ihrer bestehenden DATEV- oder ADDISON-Umgebung weiterarbeiten kann.

Für wen ist das additive Modell besonders sinnvoll?

Das additive Modell ist besonders sinnvoll für wachsende Unternehmen mit komplexer werdenden Finanzprozessen und für digital progressive Steuerkanzleien, die Mandanten moderner betreuen wollen, ohne ihre bestehende Kanzleisoftware abzulösen. Es passt vor allem dort, wo Vorerfassung, Zahlungsabstimmung, Reporting und Mandantenkommunikation operativ spürbar werden.



 
 
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